Ein Großmutter-Rat und mein Weg zum Yoga

„Kopf hoch – wenn der Hals auch dreckig ist.“


Dieser Satz stammt von meiner Oma und er begleitet mich durch mein Leben. Er ist nicht beschönigend, aber ehrlich, humorvoll und ermutigend: Das Leben ist nicht immer sauber, leicht oder geordnet – aber es lohnt sich trotzdem, den Blick zu heben.

Ich sage oft, dass Yoga für mich ein Corona-Kollateralnutzen war. Wegen des Lockdowns und einem Umbruch in meinem Leben, fühlte ich mich einsam und mutlos-wie viele andere auch. Rückblickend war das wohl mein „dreckiger Hals“: körperlich wie seelisch festgefahren, mit gesenktem Blick.

Eine Freundin schlug mir vor, Yoga auszuprobieren – damals natürlich nur online. Was zunächst ein vorsichtiger Versuch war, entpuppte sich schnell als Wendepunkt. Yoga half mir, mich wieder aufzurichten, buchstäblich und im übertragenen Sinn: den Atem zu vertiefen, den Körper zu spüren und den Kopf wieder zu heben, ohne zu verdrängen, was gerade schwierig war.

Sobald es wieder möglich war, verbrachte ich eine Woche in einem Ashram und traf dort Menschen, die mich tief beeindruckten. Sie waren offen und zugewandt, tatkräftig und zugleich spirituell. Ich wusste sofort: Egal, was die machen – das möchte ich auch machen. Es folgte eine 2-jährige Yogalehrer*innen-Ausbildung bei Yoga Vidya. Die darauf folgenden  Fortbildungen standen im Zeichen präziser Asana-Praxis und exakter Ausrichtung. Mit all dem wollte ich tiefer in die Welt von Yoga eintauchen, aber dann bekam ich die Möglichkeit, meine Yogalehrerin zu vertreten und merkte schnell, wie viel Freude mir das Unterrichten bereitete. Es ist einfach schön, weiterzugeben, was mir selbst geholfen hat: die Erfahrung, dass Aufrichtung nicht bedeutet, perfekt zu sein, sondern präsent.

Yoga hat mich gelehrt, was der Spruch meiner Oma schon lange sagt: Den Kopf zu heben heißt nicht, die Schwierigkeiten zu ignorieren. Es heißt, ihnen mit Klarheit, Würde und einem offenen Herzen zu begegnen.

Aus eigener Erfahrung bin ich überzeugt, dass Yoga für alle Menschen zugänglich und wertvoll ist – unabhängig von Alter, körperlicher Verfassung oder davon, was im Leben gerade los sein mag.

Ich lade dich ein, mit mir Yoga zu üben. In deinem Tempo, mit allem, was gerade da ist. Lass uns gemeinsam wachsen!

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